ICH BIN'S

KINDHEITSERINNERUNGEN

Meine Eltern haben mir ein eher unkonventionelles Leben vorgelebt. Ich wuchs im Grünen auf einem umgebauten Bauernhof mit Brunnen vor der Tür und einer alten Scheune auf. Inklusive eines wundervollen Gartens, war das die Umgebung, die in wohlwollenden Kinderbüchern beschrieben wird. Dort scharrten Hühner nach Insekten, meine 18 Häschen grasten friedlich auf der Wiese, unsere Katzen streunten umher und meine Mutter wühlte im Obst- und Gemüsegarten.

Was Saison hatte kam auf den Tisch. Wenn Zucchini-Zeit war dann gab es eben wochenlang nur Zucchini in allen Varianten.

Süßigkeiten gab es bei uns nicht und ich war damals voller Unverständnis, dass ich meinen Freunden auf meinen Kindergeburtstagen keine Limo und Cola anbieten konnte. Auch wenn wir auf die Kirmes gingen, musste ich immer schweren Herzens an der Zuckerwatte und den rot kandierten Äpfeln vorbei gehen. Nur meine Oma hatte Mitleid mit mir: „Das arme Kind!“, sagte sie dann und steckte mir einen Schokoriegel zu. Von meinen Eltern kannte ich nur den morgendlichen Frischkornbrei mit frischen Früchten, mittags gab es hauptsächlich Kartoffel-Gerichte und viel Gemüse. Ab und zu bekamen wir mal eine Bolognese oder auch Königsberger Klopse, aber das war eher die Ausnahme.

MEIN ESSEN - MEIN LEBEN

Meine Kindheit war wild, natürlich, unbeschwert und frei. Aus Liebe zu den Tieren wurde ich im Teenie-Alter zur Vegetarierin. Erst einige Zeit nach der Geburt meiner Tochter, hab ich wieder angefangen Fleisch zu essen. Ich litt unter starkem Eisenmangel und war oft müde und unkonzentriert, weshalb die Ärzte mir rieten, wegen des Eisengehaltes und der Proteine vor allem rotes Fleisch zu essen.

 

Als junge und moderne Single-Mom mit einem gesunden Selbstbewusstsein tat ich also, was meiner Meinung nach gut für mich sein würde. Ich fing an wieder Fleisch zu essen und dachte, ich tue es für meine Gesundheit. Ich tummelte mich in Burger-Bars und Steakhäusern und trank am Wochenende ab und zu Alkohol. Zu einem gemütlichen Fernsehabend gehörten natürlich Chips.

 

Klar habe ich mich nicht nur von Junkfood ernährt. Da hatten meine Eltern ganze Arbeit geleistet. Ihre bewusste Ernährungsweise klingt noch heute in mir nach. Aber ich wollte meinen ganz eigenen Weg gehen. Als Single-Mom, die auf eigenen Beinen steht, finanziell unabhängig ist und ihren eigenen Haushalt führt, wollte ich auch selbst Herrscherin über meine Küche und meine Ernährung werden. Ich würde sagen, am Ende habe ich mich so ernährt, wie ein Großteil aller Menschen um mich herum.

 

Die Art von Menschen die gute Qualität lieben, deren Kühlschränke gefüllt sind mit “frischer“ Milch, probiotischem Joghurt, wo sich “Bio“-Fleisch aus dem Supermarkt zu Käse, Aufschnitt und Gemüse gesellt. Deren Vorratskammern leckeres Müsli, Marmeladen, ein paar Dosen von allerlei Schnickschnack und andere knackigen Cerealien beherbergen und bei denen das Obst auf dem Tisch hübsch drapiert in einer schicken Schale steht. Hätte man mich vor zwei Jahren noch gefragt wie ich mich ernähre, hätte ich mit gutem Gewissen geantwortet „gesund und ausgewogen“.

„LA MALLADELLE“

Aber warum ging es mir dann dauernd so schlecht? War ich nicht einfach nur „mallade“, hatte ich ständig irgendein „Zipperlein“. Entweder die böse „Migräne“ oder halt „nur“ Kopfschmerzen oder ich fühlte mich matt und zerschlagen schon kurz nach dem Aufstehen. Oft bin ich morgens aufgewacht und wusste nicht wie ich den Tag überstehen soll.

 

Mein Gott, das hört sich so in der Erinnerung richtig dramatisch an. Aber damals war das ganz normal. Ich habe es einfach so hingenommen. Meine Hautallergien, meine ständig verstopfte Nase, meine verquollenen, roten, verschleierten Augen am

Morgen habe ich einfach still akzeptiert und dachte: „So ist das nun mal. Ich werde halt nicht jünger und das gehört

zum Älter werden dazu.“

 

Hatte ich Hautprobleme rannte ich zum Arzt und ließ mir alles verschreiben, in der Hoffnung, dass es aufhörte zu jucken. Mehrmals im Jahr litt ich unter Bronchitis, Grippe und Blasenentzündung. Alles ganz "normal". Alles nichts, was man nicht durch einen Arztbesuch und ein paar Medikamente in den Griff bekommen konnte.

 

Als ich 40 Jahre alt wurde, konnte ich allerdings der Erkenntnis, dass der sich beschleunigende Verfall sich nicht mehr mit meinem Gefühl einer jungen Mutter deckt, nicht mehr beiseiteschieben. Zuerst hatte ich pure Angst vor der 4, ich dachte das ist es jetzt gewesen. Mit meinen ganzen Wehwehchen werde ich langsam die 50 anpeilen, ein paar mehr körperliche Zipperlein werden sich zu den alten dazu gesellen und sie werden kommen, um zu bleiben. Ich werde auf die 60 zusteuern, hoffentlich im Großen und Ganzen nicht schlimm erkranken, Arztbesuche werden sich dennoch häufen und so wird es dann einfach weiter gehen – dachte ich und mir war nicht wohl bei dem Gedanken. Wartezimmer sind einfach nicht meine bevorzugte Wahl, wenn es darum geht, das Thema active aging in neuen Räumen zu gestalten.

KEHRT MARSCH

Was dann kam, kam ebenso überraschend wie klischeehaft – oder gerade deswegen?! Mir fielen verschiedene Bücher zum Thema Ernährung in die Hände. Sie alle stellten die Nahrung in den Mittelpunkt einer gesunden Lebensweise. Der Trick besteht darin, unsere Zellen tagtäglich mit den „richtigen“ „gesunden“ Mineral- und Vitalstoffen zu füttern, damit sie ihre Abfallstoffe und Stoffwechselgifte regelmäßig entsorgen können. Damit schaffen wir die besten Voraussetzungen für ein gesundes und jugendliches Leben. Der Gedanke gefiel mir. Klingt ja auch irgendwie logisch.

 

Ich habe mich mit den Grundsätzen der ganzheitlichen Ernährung vertraut gemacht. Darauf basiert die gesamte holistische Gesundheitslehre, was meiner Suche nach einer Lösung für meine körperlichen Erscheinungen sehr entgegenkam. Und meiner Leidenschaft für Essen. Ich konnte mich also gesund schlemmen, wenn ich darauf achtete, wie.

 

Ich stellte mich wieder vollständig auf pflanzliche/basische Nahrungsmittel um und regulierte nach einer intensiven Entsäuerung meinen Säurehaushalt über mein Essen. Die ersten positiven Ergebnisse zeigten sich schnell. Die Migräneanfälle ließen nach, meine Haut wurde besser, meine Fingernägel fester. „Feel your meal“ bekam für mich echte Bedeutung – bis heute! Ich will nicht sagen „Du bist, was du ißt …“
– aber doch! Das will ich! Ich glaube fest daran, dass das, was wir essen, ausschlaggebend für unsere Stimmung, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit ist. Und das ist zugegebenermaßen schon ganz schön viel von dem, was wir sind. 

40 PRALLGEFÜLLTE JAHRE

Liebevoll blicke ich jetzt auf über 40 Jahre prallgefülltes Leben zurück – es war turbulent, aufregend, inspirierend, leidenschaftlich und auch manchmal ganz schön holprig. Aber egal was es war, ich habe aus Allem etwas mitgenommen – aus Positivem genauso wie aus Negativem. Ich kann heute mit gutem Gewissen sagen, ich bin glücklicher und zufriedener denn Je. Ich bin angekommen – bei mir.

 

So kriegt der Text hier auch den Bogen. Vielleicht erkennt ihr mich jetzt auch ein bisschen besser?!

Ich werde bestimmt noch einmal mehr über mich und meine Erinnerungen schreiben – vielleicht mache ich das dann in dieser Rubrik. Mal sehen.

 

In jedem Fall werde ich euch an meinen weiteren Erlebnissen rund um mein healthy life teilhaben lassen. Schaut einfach jede Woche einmal rein oder abonniert meinen Feed.

 

Wir werden auf jeden Fall in ClaudellesKitchen viel gutes Essen zubereiten, denn wie gesagt, essen ist meine Leidenschaft. Was ich sonst noch liebe und wen ihr auf jeden Fall noch zu sehen bekommt, sind meine zwei Hunde und drei Katzen. Die fünf bereichern mein Leben total. Die einzigen Mitbewohner, bei denen ich auch Fleisch in der Ernährung akzeptiere.

 

Na gut, was sonst noch passiert, werden wir dann sehen😉.

Ich wünsche euch eine gute Zeit,

 

Alles Liebe!

 

Eure Claudelle ❤️

hey ihr Lieben, ich bin Claudelle und bei Claudelleloves geht´s um die Dinge, die ich liebe! Was ich als Schauspielerin, Buchautorin und Ernährungsberaterin in meinem healthy life erlebe, was mich weiterbringt und was ich euch empfehlen kann. Ich renne nicht irgendwelchen Trends hinterher – auch nicht in der Mode. Bitte nicht falsch verstehen: Ich liebe Mode, aber das geht auch bewusster. Darum ist mir Slow Fashion wichtig. Ich achte mehr auf Qualität statt Quantität. Wenn´s geht, in allen Bereichen, also auch bei meiner Kosmetik und Beautyprodukten.

 

Für alle, die mich nicht kennen und besser kennenlernen wollen, habe ich hier ein paar Erinnerungen aus meinem Leben aufgeschrieben. Ich fang dabei einfach vorne an und spring dann wild hin und her – mal sehen, wie´s wird. 

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